Juli 2019 / AS

Richtig Zähne putzen

Von Hand oder elektrisch,
welche Technik hat sich bewährt?

Für die Allermeisten gehört das Zähneputzen zur täglichen Routine. Zwei- bis dreimal täglich sollten die Zähne und die Zahnzwischenräume gründlich gereinigt werden. Allerdings führt eine falsche Putztechnik nicht nur zu Karies oder Zahnfleischentzündungen, sondern kann auch bei zu viel Druck zu freigeschrubbten und dadurch empfindlichen Zahnhälsen führen.

Elektrisch geht leichter

Grundsätzlich raten wir zur Benutzung von elektrischen Zahnbürsten bei Patienten jeden Alters, da hier meist automatisch die richtige Putztechnik mit wenig Druck durch die Maschine erledigt wird. Gerade bei schon freigelegten Zahnhälsen und empfindlichem Zahnfleisch haben sich Schallzahnbürsten bewährt. Ansonsten ist es unserer Meinung nach Geschmackssache, ob man einen rotierenden, runden (klassisch elektrische Zahnbürste) oder eher einen länglichen, vibrierenden (Schallzahnbürste) Bürstenkopf benutzt. Die Reinigungswirkung ist bei beiden der Handzahnbürste überlegen.

Manuell mit der Bass-Technik

Wer von Hand putzen möchte, sollte eine weiche bis mittelharte Zahnbürste wählen. Bei der Putztechnik hat sich die Bass-Technik bewährt, bei der mit kleinen, fast auf der Stelle rüttelnden oder minimal kreisförmigen Bewegungen die Zähne nach und nach gereinigt werden. Die Kauflächen werden mit Hin-und Herbewegungen gereinigt.

Wichtig bei allen Zahnbürsten:

nur eine intakte Bürste kann auch gründlich reinigen. Daher sollte die Bürste bzw. der Bürstenkopf spätestens nach 12 Wochen erneuert werden.

elektrische und manuelle Zahnbürste

weitere Informationen

  • Unser Prophylaxeteam hilft Ihnen gerne bei der Verbesserung Ihrer häuslichen Mundhygiene.
  • Die professionellen Zahnpflege ist eine sinnvolle Ergänzung zum täglichen Zähneputzen. Je nach persönlichem Risiko empfehlen wir eine tiefen­gründliche Reinigung zwei- bis mehrmals jährlich.
junge Frau weiß nicht, ob Sie eine elektrische oder eine herkömmliche Zahnbürste wählen soll.

Zahnpasta, eine Frage des Geschmacks?

Zahnpasten sind für jeden Geschmack zu haben. Die Wahl ist daher nicht gerade einfach. Wichtig ist ein aus­reichender Fluoridgehalt. Alternativen zur Remineral­isierung wie Hydroxilapatit oder Xylitol sind in Zahnpasten recht neu und lange noch nicht so ausführlich untersucht wie Fluoride.

Bei Kinderzahnpasten gilt seit Ende 2018*, Kinder unter 2 Jahren benutzen zwei Mal täglich eine erbsengroße Menge Zahncreme mit 500 ppm Fluorid. Kinder ab 2 Jahren verwenden eine erbsengroße Menge Zahncreme mit 1000 ppm ebenfalls zwei Mal täglich. Ab dem sechsten Geburtstag gibt es Juniorzahncremes mit 1400 ppm. Es kann ab diesem Alter aber auch problemlos mit der normalen Zahncreme mit 1450 ppm Fluorid geputzt werden.

Ebenfalls wichtig ist, dass nicht zu viele abrasive Schleifkörper in den Zahncremes enthalten sind. Allerdings wird dieser sogenannte RDA-Wert nur selten auf den Zahncremepackungen angegeben und sagt allein auch nicht aus, ob eine Zahncreme empfehlenswert ist oder nicht. Lesen Sie dazu auch unseren Artikel über die richtige Zahnpasta. Grundsätzlich sind jedoch weißmachende, aufhellende Zahncremes abrasiver als sogenannte Sensitivepasten.

Von selbst angemischten Zahncremes oder fluoridfreien Zahncremes raten wir ab.

Und was noch?

Auch die Zahnzwischenräume benötigen besondere Pflege. Zahnseide  und Zahnbänder gibt es in verschiedenen Ausführungen für jeden Geschmack. Interdentalbürsten reinigen besonders bei etwas größeren Zahnzwischenräumen sicher die Zähne. Hier sollten die passenden Größen am besten bei einer professionellen Zahnpflege von den Profis ausgesucht werden.

Quellenangaben:
* DGZMK, https://www.dgzmk.de